Schau Bitcoin live
bei der Arbeit zu
Wenn jemand Bitcoin verschickt, kommt das Geld nicht sofort an. Jede Zahlung stellt sich zuerst in eine öffentliche Warteschlange – den sogenannten Mempool. Genau diese Warteschlange siehst du auf dieser Seite. In Echtzeit.
So funktioniert eine Bitcoin-Zahlung
Eine Zahlung wird abgeschickt
Jemand überweist Bitcoin – ähnlich wie beim E-Banking. Tausende Computer auf der ganzen Welt erfahren sofort davon.
Sie stellt sich in die Warteschlange
Die Zahlung landet im Mempool – dem Warteraum von Bitcoin. Dort warten oft zehntausende Zahlungen gleichzeitig.
Sie wird endgültig bestätigt
Ungefähr alle 10 Minuten wird ein ganzes Paket von Zahlungen – ein «Block» – für immer gespeichert. Danach ist die Zahlung nicht mehr rückgängig zu machen.
Die Warteschlange – jetzt gerade
Grün = wartet noch. Blau = fertig bestätigt. Blättere mit den Pfeilen oder ziehe die Blöcke – alles echte Daten, jede Minute neu.
← hinten in der Warteschlange · ziehen oder Pfeile nutzen · ältere Blöcke →
Grün = wartet nochJeder grüne Würfel ist ein geplantes Zahlungspaket. Wer eine höhere Gebühr bietet, steht weiter rechts – und ist früher dran.
Orange umrandet = gleich dranDieser Block wird voraussichtlich in den nächsten Minuten bestätigt. Er enthält die Zahlungen mit den höchsten Gebühren.
Blau = fertig bestätigtDiese Blöcke sind für immer in der Blockchain gespeichert. Du siehst ihre Nummer und wer sie gefunden hat.
Was kostet es gerade, Bitcoin zu verschicken?
Die Gebühr bestimmst du beim Senden selbst – sie ist dein Angebot an die Warteschlange:
Geschätzt für eine durchschnittlich grosse Zahlung, umgerechnet zum aktuellen Kurs. Wichtig: Die Gebühr hängt nicht davon ab, wie viel Geld du verschickst.
Das Ganze in einem Bild
Der Warteraum
Jede Bitcoin-Zahlung muss zuerst hier Platz nehmen – wie beim Arzt ohne Termin.
Das Trinkgeld entscheidet
Es gibt keine feste Reihenfolge: Wer die höhere Gebühr bietet, wird früher drangenommen.
Alle 10 Minuten öffnet sich die Tür
Spezialisierte Rechenzentren – die Miner – bestätigen die wartenden Zahlungen paketweise, Block für Block.
Warum kostet das überhaupt etwas?
Der Platz ist begrenzt
In jeden Block passt nur eine bestimmte Menge an Zahlungen – egal wie viele Menschen gerade senden wollen. Wollen mehr rein, als Platz haben, wird um die Plätze geboten. Nachts und am Wochenende ist es oft fast gratis.
Der Betrag spielt keine Rolle
Ob du 50 Franken oder 5 Millionen verschickst – die Gebühr bleibt gleich. Sie richtet sich nur nach dem Datenplatz, den die Zahlung im Block belegt. Bei einer Bank wäre das undenkbar.
Häufige Fragen
Warum ist meine Zahlung noch nicht angekommen?
Wahrscheinlich war deine Gebühr niedriger als das, was andere gerade bieten – deine Zahlung steht darum weiter hinten in der Warteschlange. Sie ist nicht verloren: Sie wartet, bis weniger los ist. Viele Wallets können die Gebühr nachträglich erhöhen, damit es schneller geht.
Was bedeutet «sat/vB» bei den grünen Blöcken?
Das ist die Einheit für die Gebühr. Ein «Satoshi» (sat) ist der kleinste Teil eines Bitcoins – ein hundertmillionstel. «vB» steht für die Datengrösse der Zahlung. Vereinfacht: Je höher die Zahl, desto mehr wird gerade für einen Platz in der Warteschlange bezahlt.
Existieren die grünen Blöcke wirklich?
Noch nicht – sie sind eine Vorhersage. Die Software sortiert alle wartenden Zahlungen nach Gebühr und zeigt, wie die nächsten Blöcke voraussichtlich aussehen werden. Meist trifft diese Vorhersage fast exakt zu.
Gibt es «die eine» Warteschlange?
Nein. Jeder Computer im Bitcoin-Netzwerk führt seine eigene Liste. Diese Seite zeigt die Sicht eines bestimmten Computers (des mempool.space-Servers). Andere Seiten zeigen minimal andere Zahlen – das ist normal und kein Fehler.
Wer sind die Miner und was haben sie davon?
Miner sind spezialisierte Rechenzentren, die im Wettbewerb neue Blöcke erzeugen. Wer gewinnt, bekommt neue Bitcoin als Belohnung – plus alle Gebühren der Zahlungen in seinem Block. Darum nehmen Miner bevorzugt die Zahlungen mit den höchsten Gebühren.
Kann eine Zahlung aus der Warteschlange verschwinden?
Ja, wenn sie sehr lange nicht drankommt (nach etwa zwei Wochen) oder die Warteschlange überfüllt ist. Das Geld ist dann nicht weg – es wurde nie abgebucht. Die Zahlung kann einfach neu gesendet werden, am besten mit einer höheren Gebühr.